"Achtung Auto!"

(hk) "Vorsicht, da kommt ein Auto!" Das hörte man oft auf dem Gelände der HAW Ingolstadt, die Autos selbst aber kaum, denn die da kamen waren Elektroautos.

Professor Gunter Schweiger (Ehemaliger Präsident der HAW, Professor Thomas Brandmeier (Wissenschaftliche Leitung Carissma), Christian Lauerer (Carissma) und Michael Hofmann (Bundesverband eMobilität)

Gut, es gibt noch Luft nach oben bei den Zulassungszahlen der reinen Elektroautos; aber die fossilen Brennstoffe werden knapper und dann ist die Alternative in erster Linie das elektrisch betriebene Fahrzeug, da es hier bereits die meisten benötigten Komponenten gibt; nur die Aus- und Lebensdauer der Batterien bedürfen der Verbesserung. Michael Hofmann vom Bundesverband eMobilität wies daraufhin welchen Sprung die Entwicklung seit 2009 gemacht haben und mit welchen weiteren Fortschritten bis 2015 zu rechen ist. So ist die HAW Ingolstadt, demnächst Technische Hochschule, mit ihrem Tag der Elektromobiliät, der am Samstag zum dritten Mal stattfand, auf dem richtigen Weg. 

Es wurde kräftig Probe gefahren und das nicht nur auf dem Gelände der Hochschule, sondern man konnte auch größere Runden drehen. Ausgestellt war unter anderem auch das EDAG Light Car-Sharing, das direkt vom Genfer Autosalon kamund demnächst auf der IAA Frankfurt präsentiert wird. Auf dem Gelände der Hochschule wurde zudem eine Teststrecke für Segways, E-Bikes und E-Scooter eingerichtet. Den ganzen Tag über fanden im Labor für elektrische Antriebe und im Labor für Elektromobilität der Hochschule Führungen statt und gaben einen Einblick in die aktuellen Forschungen. Renommierte Experten informierten in Fachvorträgen, und Aussteller aus der ganzen Region präsentierten neueste Trends im Bereich Elektromobilität.

Einer der Stars: Renaults witziger Twizzy, ein eMobil, das für weniger als 10 000 Euro zu haben ist.

Audi war natürlich auch vertreten: mit dem A1 etron.

In der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung Blickpunkt lesen Sie einen Fahrtest zum Citroen C-Zero

Das Formula Student Team der Hochschule, Schanzer Racing Electric, erzielte mit seinem E-Rennauto schon Spitzenergebnisse: auf dem Hockenheimring fuhren die Studierenden die zweitbeste Platzierung unter den teilnehmenden bayerischen Hochschulteams ein. Das ist ein riesiger Erfolg, auch für den direkten Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in die Praxis.

Die Hochschule Ingolstadt arbeitet und entwickelt in Forschung und Lehre aktiv im Bereich Elektromobilität, etwa in der Batterietechnologie. Ab dem kommenden Wintersemester wird für Erstsemester ein Studiengang Elektrotechnik und Elektromobilität neu angeboten. Zusätzlich laufen bereits neue Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Programme im Bereich der akademischen Weiterbildung. Im Rahmen des „Schaufensters Elektromobilität“,  in dem Bayern und Sachsen unter dem Motto „Elektromobilität verbindet“ kooperieren, werden an der Hochschule derzeit gemeinsame Studiengänge mit der Sächsischen Hochschule Zwickau erarbeitet. Dies geschieht im Verbund mit der TU Dresden, der TU München, der TU Chemnitz und der FAU Erlangen.

 

 

Diesen Beitrag mit anderen teilen