Jung, frisch, kreativ

(bp/sr) Studenten entwickeln neues Farbkonzept für die Münster-Tiefgarage: Helle und kräftige Töne verschönern ab Sommer 2017 die rundumsanierten Parkflächen. Norbert Forster, Vorstand IFG Ingolstadt, mit den Details: 

Video: Sabine Roelen

Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage am Münster. Dabei wird nicht nur die Bausubstanz grundlegend saniert, sondern zudem die Infrastruktur modernisiert. „Im Rahmen der Sanierung tragen wir auch dem Thema Elektromobilität Rechnung und errichten in dieser Tiefgarage erstmals Ladestationen für Elektrofahrzeuge“, so Oberbürgermeister Christian Lösel. „Wir setzen damit den Weg der Modernisierung unserer Parkeinrichtungen konsequent fort, um den Service für unsere Bürger weiter zu verbessern.“ Optisch soll sich die Tiefgarage künftig ebenfalls neu präsentieren – in hellen und kräftigen Farben.

Die IFG Ingolstadt, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt, ging dabei einen neuen Weg für die Farbgestaltung: In Zusammenarbeit mit der Fakultät Architektur an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) entwickelten Studenten ein Farbkonzept für die Tiefgarage Münster.

Für das Farbkonzept lobte die IFG einen Wettbewerb aus und dieser lief komplett unabhängig vom regulären Semesterstudium. Vertreten waren Studenten der Studiengänge Architektur und Industriedesign. Während des kompletten Gestaltungsprozesses wurden sie von Professor Zverina, der den Wettbewerb auch federführend an der OTH organisierte, begleitet.

Eine fachkundige Jury, unter anderem bestehend aus Vertretern der IFG-Bauabteilung, entschied sich am Ende für zwei Entwürfe. Aus diesen beiden wurde ein Farbkonzept entwickelt. Diesen Abstimmungsprozess begleiteten auch IFG-Vorstand Norbert Forster und Vertreter der Parkabteilung. Bei der Umsetzung des Farbkonzeptes sind die Studenten mit ihren Siegerentwürfen ebenfalls dabei.

Die Form dieser Zusammenarbeit mit einer Hochschule war für die IFG eine Premiere. Die Vorteile für die Wirtschaftsförderung liegen klar auf der Hand: Erstens ist das Farbkonzept das Ergebnis voller junger, frischer und kreativer Ideen. Zweitens war diese Vorgehensweise kosteneffizient.

Das Farbkonzept:
Die Gestaltung der Tiefgarage Münster soll dem Nutzer ein positives, offenes Umfeld bieten. Dies wird durch den Einsatz schlichter Mittel, wie zum Beispiel Linien, erzielt. Sie ermöglichen eine klar strukturierte Orientierung im modernen Stil. Helle und akzentuierend eingesetzte kräftige Farben sorgen für eine angenehme Stimmung.

Die Garage besitzt zwei Parkdecks. Jedes davon wird farblich in zwei Abschnitte gegliedert, denen zur Orientierung jeweils eine Farbe zugeordnet wird. Ein durchlaufender farbiger Streifen an den Wänden vermittelt dem Autofahrer, auf welchem Parkdeck er sich befindet. Zudem zeigt die Silhouette des Münsters an den Wänden den Standort des Nutzers in der Stadt an.

Ein großflächig aufgemalter Stadtplan im Ein- und Ausgangsbereich der Fußgänger verhilft dem Nutzer zur weiteren Orientierung in der Stadt. Die Schriftart für Beschilderungen in der Tiefgarage wurde eigens entwickelt. Ihre Anmutung erinnert an frühe digitale Schriftarten und soll ein elegantes, technisches Bild vermitteln. Dieses Farbkonzept ist auch für die weiteren Tiefgaragen der Stadt anwendbar.

„Die ehemalige Gestaltung der Tiefgarage Münster mit Birnen und Äpfeln war nicht mehr zeitgemäß“, sagt IFG-Vorstand Norbert Forster. „Wir wollten eine gut erkennbare und moderne Orientierung und genau das haben wir mit diesem Farbkonzept bekommen.“ Die Eröffnung der Tiefgarage Münster ist für Sommer 2017, noch vor dem Schulbeginn, geplant.

 

Klar geführte Streifen ermöglichen eine gute Orientierung und die Silhouette des Münsters zeigt dem Autofahrer sofort seinen Standort in Ingolstadt an:

Muenstertiefgarage.pdf 

Quelle Visualisierung: Anna Steinkamp, Julian Blochberger und Simon Stolz

 

Aufmacherfoto:

Die Gewinner Anna Steinkamp (2. v. l.), Julian Blochberger (3. v. l.) und Simon Stolz (5. v. l.) freuten sich mit Professor Pavel Zverina (links) über ihren ersten Platz. Architekt Markus Reichl (rechts) sowie die Vertreter der IFG Ingolstadt Karin Kis und Wunnibald Koppenhofer machten sich die Entscheidung nicht leicht. Foto: IFG Ingolstadt

 

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