Mehr Sicherheit auf Spielplätzen

(bp) Skateanlagen und Spielplätze bekommen neue Schilder mit Notrufnummern und weiteren nützlichen Informationen. Ulrich Linder, Leiter des Ingolstädter Gartenamts zeigt als Beispiel das Schild für den Spielplatz Am Augraben.   

Alle rund 250 von der Stadt Ingolstadt ausgewiesenen, öffentlich zugänglichen Skateanlagen und Spielplätze werden in den kommenden Monaten vom Gartenamt mit neuen Schildern ausgestattet. Grund ist die europäische Norm für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden, durch die die allgemeine Sicherheit auf Spielanlagen erhöht werden soll.

Auf diesen Tafeln sind daher die offizielle Notrufnummer und die individuellen Standortangaben aufgelistet, damit Rettungskräfte im Notfall ohne Verzögerungen alarmiert werden können. Name und Adresse der Anlage werden bei Bedarf durch erläuternde Hinweise ergänzt – falls z.B. die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge über eine Nebenstraße erfolgt. So sind auch ortsfremde Spielplatzbesucher in der Lage, die Helfer über ihre Position in Kenntnis zu setzen. Die integrierte Leitstelle Region Ingolstadt hat die Standorte der Spielanlagen in ihre GPS-Datenbank aufgenommen, was sicherstellt, dass Rettungswagen gezielt auf kürzestem Weg zum Unfallort gelotst werden können.

Für die Besucher sind außerdem Hinweise zur gefahrlosen Nutzung der jeweiligen Anlage vermerkt. Auf Skateanlagen ist eine geeignete Schutzausrüstung (Helm, Ellbogen- und Schienbeinschoner) vorgeschrieben. Zudem dürfen die Skateelemente ausdrücklich nur mit Inlineskates und Skateboards, nicht jedoch mit Fahrrädern befahren werden, und auch der Aufenthalt im Gefahrenbereich um die Skateelemente ist untersagt.

Bei Spielplätzen ist unbedingt darauf zu achten, dass auf den Geräten keine Helme getragen werden, denn die Maße für Aussparungen in Brüstungen oder Kletternetzen sind nach Norm genau auf die körperlichen Voraussetzungen der Kinder abgestimmt. Passt ein Kind ohne Helm mit dem Kopf durch ein Loch im Kletternetz, besteht keine Gefahr, dass es hängenbleibt – doch trägt es einen Helm, kann es sich im schlimmsten Fall nicht mehr alleine aus dem Netz lösen.

Weitere Hinweise auf den Schildern sind Benutzungszeiten (von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, spätestens jedoch bis 22 Uhr) sowie eine Telefonnummer, um das Wartungspersonal zu kontaktieren (bei Beschädigungen oder Vandalismus). Außerdem eine Erinnerung an alle Hundehalter, dass in Verbindung mit der städtischen Grünanlagensatzung ein ausdrückliches Hundeverbot auf allen Spielanlagen gilt.

Ein QR-Code, der mit dem Handy gescannt werden kann, führt zu weiteren Informationen zum Ingolstädter Spielplatzangebot auf der städtischen Internetseite. Dort gibt es eine Übersicht aller Spiel- und Sportanlagen auf dem digitalen Stadtplan und man kann z.B. gezielt nach Bolzplätzen oder Skateanlagen suchen. Ein Beispiel: Mit einem Klick auf den Spielpark „Am Augraben“ erfährt man, wo sich dieser befindet, welche Art von Freizeitaktivität geboten wird (Basketballkorb, Bewegungsgeräte, Spielplatz, Tischtennisplatte, etc.), für welche Altersgruppen das Angebot geeignet ist (Kinder, Jugendliche), dass der Park barrierefrei zugänglich ist und welche weiteren Ausstattungselemente (Aufenthaltsbereiche) es gibt. Die schriftlichen Hinweise sind durch Piktogramme ergänzt, um zu gewährleisten, dass wirklich alle Nutzergruppen die Informationen verstehen, auch ausländische Mitbürger oder jüngere Kinder.

In diesem Zusammenhang macht das Gartenamt darauf aufmerksam, dass Kleinkinder unter drei Jahren in Deutschland einen Spielplatz generell nur in Begleitung und unter Aufsicht eines Erwachsenen nutzen dürfen. Ebenfalls sollten Erwachsene ein Kind niemals auf ein Spielgerät heben, das es von alleine nicht erklimmen könnte, denn der „eingebaute Altersfilter“ stellt automatisch sicher, dass nur die Kinder es benutzen, die motorisch dazu in der Lage sind. Eine Ausnahme besteht hier lediglich bei Kleinkinderschaukeln.

Die Spielplatzschilder stehen jeweils gut einsehbar in der Spielanlage. In weitläufigen Freizeitanlagen, wie dem Spielpark „Am Augraben“, erhalten die einzelnen Spielbereiche (Kleinkinderspielplatz und Skateanlage) aufgrund der räumlichen Distanz jeweils ein eigenes Schild.

Aufmacherfoto: Sabine Roelen

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