Werden „Audianer“ bevorzugt?

(bp) Den Ingolstädter SPD Stadtrat Anton Böhm beschäftigt die Vergabe von Kinderkrippenplätzen.

 

Wenn man das Wort „Audi Mitarbeiter“ fallen lässt, kann das durchaus von Vorteil sein. Hier geht’s jetzt aber nicht um Rabatte beim Shopping, sondern um existenzielle Dinge. Wie etwa die Wohnungssuche. Der Welt-Konzern bezahlt seine Mitarbeiter gut und trotz Abgasskandal sind die Audi-Arbeitsplätze sicher, das freut auch einen Vermieter.

 

Aber sollte sich sogar bei der Suche nach einem Krippenplatz für den Nachwuchs eine Art „Audi-Bonus“ bemerkbar machen? Das möchte nun der Ingolstädter SPD Stadtrat Anton Böhm genauer wissen. Seine schwangere Tochter, die demnächst nach Ingolstadt ziehen wird, hatte nämlich bei der Suche nach einem Krippenplatz für den zu erwartenden Nachwuchs die Frage gehört, ob sie oder ihr Mann denn zufällig bei Audi tätig seien. Angefragt hatte sie bei drei verschiedenen Kinderkrippen, die auch von drei unterschiedlichen Trägern betrieben werden. Zufall? Oder Methode?

 

Der Stadtrat und Hausarzt möchte nun von Oberbürgermeister Christian Lösel bzw. Gabriel Engert, der ja das Referat für Kultur, Schule und Jugend leitet, wissen, bei wie vielen Trägern von Kindergärten und Kinderkrippen in Ingolstadt oder bei wie vielen Einzeleinrichtungen zur Betreuung und Versorgung von Kleinkindern Audi Mitarbeiter bevorzugt würden. Böhm selbst dürfe als Hausarzt in seiner Praxis ja auch nicht nach dem Versichertenstatus des Patienten (also gesetzlich oder privat) fragen.

 


 

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