Update: Verkehrslage erhitzt die Gemüter

Update: Zwischenzeitlich hat uns der Büroleiter von  Renate Presslein-Lehle, Johann Wöhrl,  mitgeteilt, dass die Stadtbaurätin in Friedrichshofen in der Mitgliederversammlung der FBI offensichtlich falsch zitiert wurde: Sie habe in der Bürgerversammlung am 20. 10. 2011 lediglich gesagt, daß nur der westlich des Klinikums gelegene Parkplatz angebunden werden solle, um Entlastung vom Schichtverkehr des Klinikum zu bringen. Eine Anbindung an die Levelingstraße sei nicht geplant. Allerdings solle keine der jetzt angedachten Maßnahmen künftige Möglichkeiten verbauen.

Wir berichteten: 

FBI beratschlagt über neues Baugebiet Friedrichshofen-West und natürlich den Verkehr. 

Eigentlich handelte es sich beim Treffen der FBI (Friedrichshofener Bürgerinitiative) um eine reine Mitgliederversammlung. Aber auch zwei Nicht-Mitglieder verirrten sich, nach eigener Aussage „durch einen Pressebericht fehlgeleitet“, in den Gasthof zum Lamm in Friedrichshofen. Bleiben und zuhören durften sie selbstverständlich trotzdem.

Der erste Punkt auf der Agenda war die Wahl des neuen (alten) Vorstands. „Kurz und schmerzlos“, so lautet der Kommentar von Rudolf Wagner (SPD). Georg Niedermeier wurde wohl wenig überraschend in seinem Amt als 1. Sprecher der Initiative bestätigt. Ebenso Gustav Bernhard, auch „Kulturminister“ der FBI genannt, ist weiterhin mit von der Partie.

„Hauptsache irgendwie eine Anbindung an die Levelingstraße!“

Wie Sprecher Niedermeier erklärt, bestand in den vergangenen zwei Jahren die Hauptaufgabe der FBI in der Arbeit in drei Workshops zur Entlastung der Verkehrslage in Friedrichshofen. Was die Verbindung zwischen Ochsenmühlstraße und Klinikum anbelangt, so befinde sich die FBI auf einem sehr guten Weg, so Georg Niedermeier. „Wir sind auf der Siegerstraße.“ Die Aussage von Oberbürgermeister Alfred Lehmann bei der letzten Bürgerversammlung in Friedrichshofen, mit ihm als Bügermeister gebe es keine direkte Verbindung zwischen Ochsenmühlstraße und Levelingstraße, stieß bei den FBI-Mitgliedern allerdings auf wenig Verständnis. „Entweder hat er die Studie dazu nicht gelesen oder er hat sich einfach zu einer unbedachten Aussage hinreißen lassen“, meint Niedermeier. Laut einem Gutachten solle die direkte Durchbindung die Levelingstraße verkehrstechnisch sogar entlasten. Laut Renate Preßlein-Lehle, Leiterin des Referats für Stadtentwicklung und Baurecht (war nicht anwesend, wurde zitiert), sei durchaus sowohl die Anbindung von Ochsenmühlstraße und Klinikum als auch die Durchbindung zur Levelingstraße bereits in Planung. Spätestens im Februar solle im Stadtrat eine Abstimmung über den Entwurf erfolgen. „Die Äußerung von Oberbürgermeister Lehmann widerspricht total dem Interesse der Bürger. Die ganze Sache ist eher ein Vollzug des Wunsches als eine Planung“, erklärt FBI-Stellvertreter Gustav Bernhardt. „Wenn das nicht beschlossen wird, dann ist es klar an den Bürgern vorbei.“

Im Eifer der Diskussion konnte sich so mancher im Publikum dann kaum noch auf dem Stuhl halten. „Das ist doch eine Idiotie! Die haben doch alle einen Sprung in der Schüssel! Wo wohnen denn die?!“ Na bei so einem brisanten Thema kann’s auch schon mal hitzig werden... (mb)

 

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