Schmorbrand im Gnadenthal Gymnasium

(stz) Im Rahmen eines Schülerprojektes war vor etwa 14 Tagen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulgebäudes installiert worden. Am Donnerstag (15.03) entstand ein Schwellbrand an einem Sicherungselement, als eine Einspeisung ins Netz durch Fertigstellung der Elektroverbindungen im Dachboden vollzogen wurde.
Zunächst versuchten die am Projekt Beteiligten, drei Schüler, eine Lehrkraft und die Elektrofachkräfte der Installationsfirma, der Ursache selbst auf den Grund zu gehen und öffneten dabei die Abdeckung des Verteilers, vermieden aber aufgrund der Branderscheinung richtigerweise weitere Eingriffe in die Anlage. Stattdessen wurden Feuerlöscher der Schule eingesetzt und die Feuerwehr alarmiert.

Nach Eintreffen des Löschzuges der Berufsfeuerwehr wurden die Personen wegen der Rauch- und Pulverwolke aus dem Gebäude verbracht und zur Belüftung des Dachbodens zwei Ventilatoren eingesetzt. Die Personen wurden in die Obhut der Rettungsdiensteinheiten gegeben - ein Betroffener wurde wg. Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich einer klinischen Überwachung zugeführt. Zur Erkundung der PV-Anlage von außen wurde Drehleiter eingesetzt – weiteres Eingreifen wurde hier nicht erforderlich. Ebenso wurde von einer Räumung der Schule abgesehen.
Da der Schwelbrand nach wie vor nicht gestoppt war, wurden die von den Paneelen kommenden, unter Spannung stehenden Zuleitungen gekappt (da derlei Anlagen nicht zwingend über Abschaltelemente verfügen, die einzige Möglichkeit die Energiezufuhr zu unterbinden).
Nach einer letzten Kontrolle der Verteilung mittels Wärmebildkamera wurde die Anlage wieder an den Betreiber übergeben.

Im Einsatz war der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte. Darüber hinaus war (Stichwort „Brand – Elektroverteilung“) die Werkfeuerwehr AUDI wegen zusätzlicher Reserven von Sonderlöschmitteln in erhöhte Bereitschaft versetzt. Die Polizeiinspektion Ingolstadt hatte während des Einsatzes die Kupferstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt und bittet dafür um Verständnis.

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