Bei der "Schanzer Nacht" bebt der Festsaal

An die 2000 Karten wurden für die "Schanzer Nacht" verkauft. Offensichtlich an Gäste, die gern tanzen.

Es wurde höchste Zeit, dass der CSU-Ball endlich stattfand. Nicht nur dass sich viele schon so sehr darauf gefreut hatten (und nicht enttäuscht wurden). Im Organisationsteam gab es nämlich auch Schwangere, die den Ball nicht nur organisieren sondern auch genießen wollten. Das war einmal Christina Hofmann, die unverkennbar Mutterfreuden entgegen sieht. Vor allem zitterten einige bei Patricia Klein, die nicht hochschwanger sondern höchstschwanger war. Die couragierte Bezirkstagskandidatin der CSU ließ es sich nicht nehmen, noch - zusammen mit Armin Krieglmeier und Michael Hofmann - zu moderieren, obgleich der Entbindungstermin für den 23. Januar angekündigt war und der Ball am 19. Januar stattfand. Der auf dem Ball anwesende CSU-Stadtrat Dr. Johannes Hörner hatte denn vorsorglich seinen mobilen Einsatzkoffer mitgebracht und auch Harald Renninger, ein weiterer Arzt in den Reihen der CSU, soll notfalls zur Vergügung gestanden haben. Er hat angeblich erst vor circa 30 Jahren bei einer Geburt mitgewirkt...

Das Organisationsteam hatte alles im Griff. Selbst die Demonstranten vor dem Stadttheater, die gegen die angebliche Zerstörung der Ingolstädter Stadtsilhouette durch das von der CSU gewünschte Kongresshotel demonstrierten, wurden mit Tee samt Rum versorgt, weil sie frierend in der Kälte standen. "Bürgerschaftliches Engagement ist nicht schlecht  und muss unterstützt werden" meinte CSU-Stadträtin Christina Hofmann augenzwinkernd. Und wenn im Umfeld eines gesellschaftlichen Ereignisses - wie auch beim Wiener Opernball - regelmäßig demonstriert wird, so bedeutet dies doch, dass die Demonstranten dort wichtige Leute vermuten, denen sie ihre Botschaft übermitteln wollen oder zumindest in den Genuss der - wegen der Bedeutung des gesellschaftlichen Ereignisses - erwarteteten Berichterstattung kommen möchten. Solche Aktionen "adeln" den Ball, meinten nicht wenige.

Doch auch ohne Demonstranten wäre die "Schanzer Nacht" ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges gewesen. Nicht nur die illustre Gästeschar (zwei Ehrenbürger, eine in eine korallenfarbige Robe (von Talbot Runhof?) gewandete Ministerin und alle drei Bürgermeister waren anwesend, Sepp Mißlbeck von der FW das erste Mal) war beeindruckend; auch das Programm erfüllte alle Erwartungen: Eine tolle Band (Exxtra Music aus München), die dafür sorgte, dass das Parkett von Anfang an stark frequentiert wurde, der Auftritt der Narrwalla, eine launige Maxi Grabmaier (empfahl "Sprühkondome") und ab Mitternacht eine hinreißende "Tina-Turner-Show" sorgten für Schwung und beste Unterhaltung. Zu Beginn hatten eingespielte Video-Clips ("JU Tube") verraten, nach welchen Kriterien im Hause Haderthauer die festliche Kleidung für den Ball ausgewählt wird und wie der Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl seine Schuhe putzt.

Das werden auch FW-Stadtrat  Franz Götz  und seine sozialdemokratischen Kollegen Klaus Mittermaier und Anton Böhm (verstärkt durch die Genossen Inge und Robert Bechstädt sowie Rudi Wagner und Verena Rödl) mit Erheiterung zur Kenntnis genommen haben. Unter den Gästen auch miba-Chef Heiner Sandner mit Gattin Gerti, die technische Direktorin des Bayerischen Rundfunks Birgit Spanner-Ulmer, IFG-Vorstand Norbert Forster und Axel Hillmann (Klinikum Ingolstadt). Eine Doppelrolle spielte Bernadette Würzburger, eine gute Freundin von Karin Seehofer (sie dürfte mit Ehemann Horst beim Bayerischen Filmball in München Repräsentationspflichten erfüllt haben; update: Seehofer wurde dort wegen Grippe entschuldigt). Die Gerolfingerin erschien im eleganten Ballkleid, schlüpfte dann aber schnell in die "Dienstkleidung" eines Vorstandsmitglieds der Narrwalla und war darin kaum wiederzuerkennen.

Seinen Höhepunkt erreichte der Ball mit der "Tina Turner Show". Hier ging die Post ab und selbst Oberbürgermeister Alfred Lehmann griff zum Handy, um die Stimmung per Foto oder Video einzufangen.

Im Mittelfoyer des Theater, wo sich vorwiegend, aber nicht ausschließlich, junge Leute auf der Tanzfläche verausgabten, gab KEEP COOL den Takt an. Noch morgens gegen 4.00 Uhr war hier die Hölle los.

(Fotos: Kajt Kastl/Text und Video hk)

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Video: Auflösung für Handy gedacht, für PC zu gering.

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