"Wunderbare Erfolgsgeschichte"

(kk) Mit einem bunten Programm feierte die Fronte 79 ihr 25-jähriges Bestehen.

Gebührend gefeiert wurde das Jubiläum im großen Saal der Fronte. Auf die Gäste warteten neben den Grußworten, ein Rundgang durch das Jugendkulturzentrum, Buffett und zwei Kulturblöcke mit Tanz und Musik. Glückwünsche und Lobesworte kamen dabei von allen Seiten. Nicht verhehlt wurde dabei, dass es seinerzeit bis zur Eröffnung im Juni 1987 und auch noch danach zu teils heftigen Diskussionen um die weitere Zukunft der Institution gekommen war. Für Vorsitzenden Andreas Utz habe trotz allem Auf und Ab die Fronte eine "wunderbare Erfolgsgeschichte hinter sich". In seiner Begrüßungsrede hielt er kurz einen geschichtlichen Rückblick und sprach von "endlosen Diskussionen, die sich über zehn Jahre bis zur Eröffnung hingezogen haben". Der damalige Oberbürgermeister Peter Schnell sei ein großer Befürworter der Fronte gewesen, sagte Utz und bedankte sich bei ihm für die große Unterstützung. Ebenso galt sein Dank der Stadt Ingolstadt, die die Arbeit der Fronte nach Kräften unterstütze. Dazu zählten auch alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fronte stehe für ein "vielfältiges, lebendiges Miteinander", so Utz. Die Fronte werde sich auch in Zukunft neuen Herausforderungen stellen müssen und werde die Zusammenarbeit, Integration und Prävention mit Schulen weiter intensivieren.

 

Oberbürgermeister Alfred Lehmann betonte, die Fronte habe 25 Jahre "bewegte Geschichte" hinter sich gebracht. Er lobte die gute Kombination zwischen Haupt- und Ehrenamt in der Fronte als einen hervorragenden, zukunftsfähigen Weg. Die Einrichtung leiste einen wichtigen Beitrag für Jugendliche in unserer Stadt.

 

Im Jahre 1842, als die Fronte Butler - besser bekannt unter dem Namen Fronte 79 - als Teil der Ingolstädter Landesfestung fertiggestellt wurde, war kaum vorstellbar, für welch mannigfaltige  zivilen Nutzungen das Bauwerk im Laufe der Jahrzehnte zur Verfügung stehen würde. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand erstmals die Absicht, die Festungsanlage für die Jugendarbeit zu nutzen. Die Umsetzung dieser Pläne wurde vom zweiten Weltkrieg unterbrochen.

Zwischenzeitlich wurde das Bauwerk als Werkstätte für Schreiner, Schlosser und Maler genutzt. Auch für die total durchnässten Gewölbe fand man eine Nutzung: Die Räume waren bestens für die Champignonzucht geeignet.  Die Gesamtanlage verdankt dem umliegenden Wasser, daß sie ohne größere Blessuren die Zeiten unbeschadet überdauert hat. Mit der Sanierung wurde 1980 begonnen. Um den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten als Jugend- und Kulturzentrum gerecht zu werden, mußten bei der Planung entsprechend die funktionellen und atmosphärischen Voraussetzungen bedacht werden. Dabei wurde unter anderem der weiträumige ehemals offene Innenhof des trutzigen Bauwerks überdacht - und so zum Herzstück des Jugendzentrums.  Schließlich ist es gelungen, das Festungsbauwerk in ein Einrichtung zu verwandeln, in der seit der Öffnung 1988 Bildung und Kultur, Freizeitspaß, Sport und Erholung ihren Platz finden.  Mit dem Standort, den Räumlichkeiten und der Ausstattung wurde den Bedürfnissen der Jugendlichen Rechnung getragen.

 

Die Fronte 79, Bestandteil der historischen Festungsanlage, liegt idyllisch am Künettegraben, im Grüngürtel um die Atstadt - zentral, und doch weit genug entfernt, um Schwierigkeiten mit Nachbarn wegen lärmtechnischer Probleme zu umgehen. Das großzügige Raumangebot umfasst Werk- und Keramikräume, Videoraum und Fotolabor, Spielbereich, Mehrzweck- und Veranstaltungsräume sowie ein Cafe, einen Außenbereich und - für Veranstalter wichtig- einen großen Parkplatz vor der Haustür.

Fotos: Kajt Kastl

 

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Fotos: Kajt Kastl

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