Medienspektakel im Münchener P 1

(kk) Ministerpräsident Horst Seehofer hatte bekanntlich zur Facebook-Party in die Münchener Nobeldisko P 1 geladen. Eigentlich hatten sich über 2500 Gäste in dem sozialen Netzwerk angemeldet, doch gekommen waren wesentlich weniger. Der große Ansturm blieb also aus. Die Schätzungen reichen laut Agenturmeldungen von 500 bis 1000 Gästen, wobei letzteres wohl realistischer sein dürfte. Zwar hatten sich kurz vor Beginn der Veranstaltung nur wenige Besucher am Eingang versammelt, die alle streng von Sicherheitsleuten kontrolliert worden waren, jedoch im Verlauf des Abends stießen immer mehr Menschen hinzu.

Bis Horst Seehofer jedoch in die Diskothek vordringen konnte, musste er sich erstmals mühsam seinen Weg durch die über 150 Medienvertreter bahnen, von denen viele den Landesvater um Statements baten. Im P 1 herrschte ein Ausnahmezustand: Auf Seehofer wurden von allen Seiten Kameras und Mikrofone gerichtet und der Ministerpräsident kam nur im Schneckentempo voran.  Zu Zwischenfällen oder Ausschreitungen kam es glücklicherweise nicht. Im Vorfeld der Veranstaltung war bereits darüber spekuliert worden, ob diese Party nicht möglicherweise aus dem Ruder laufen könnte. Da der Ansturm im Netz so groß war, hatte die CSU am vergangenen Freitag vorsorglich die Gästeliste nach 2500 Anmeldungen gesperrt. Seehofer gab sich im P 1 permanent volksnah und ließ sich auch mit den Gästen fotografieren. Er zeigte sich über die Resonanz nicht enttäuscht. Wie er Medienvertretern gegenüber verlautete, freue er sich, mit den jungen Leuten reden zu können.  

Auf der Bühne im P 1 verkündete Horst Seehofer den Gästen: "Ich habe jetzt auch einen Mitgliedsausweis der Piratenpartei, der CSU bleibe ich aber treu" und erntet damit großes Gelächter. Seehofer hat den Ausweis mit der Nummer 1337 vom Landesvorsitzenden der Piraten in Bayern, Stefan Körner, überreicht bekommen.

Fotos: Kajetan Kastl

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