Ingolstadts „coolste“ Baustelle

(ma) Der Umbau der Fußgängerzone hat auch seine vergnüglichen Seiten.

 

 

Klar, wenn Bagger, Bohrer und Co. vor dem eigenen Laden dröhnen, hält sich der Spaß in Grenzen. Und das Wort „Umsatzverlust“ wird angesichts der Baumaßnahmen im Herzen Ingolstadts auch nicht zu vermeiden sein. Aber der Umbau der Ingolstädter Fußgängerzone, der kommende Woche mit der Einrichtung der Baustelle so richtig los geht, setzt auch positive Signale: 1. soll dadurch eine der schönsten Fußgängerzonen Deutschlands entstehen und 2. werden die Baumaßnahmen durch etliche Aktionen und Ideen flankiert, die Lust auf einen unterhaltsamen Baustellen-Bummel machen. Möglich macht das eine besonderen Kooperation: IN-City und die Innenstadtfreunde haben zusammen ein Konzept ausgetüftelt, wie eine Baustellen bedingte Innenstadtbelebung aussehen kann.

 

„Unsere Ziele sind die gleichen, nur die Wege waren bisher unterschiedlich“, erklärte IN-City Vorstand Thomas Deiser bei der Vorstellung der Planungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Innenstadtfreunden. Die Bauarbeiten positiv nutzen, das will auch Oliver Munz, Präsident der Innenstadtfreunde. Deswegen haben beide Vereine gleich einen ganzen Aktionsplan auf die Beine gestellt, der vor allem mit Veranstaltungen an etlichen Samstagen von März bis Oktober für Bewegung in und um die Baustelle(n) sorgt.

 

Los geht’s am 1. April mit dem „Red-Lips-Day“. Was dabei geboten ist, erläutert IN-City Geschäftsführerin Judith Gebhart de Ginsberg:

 

 

Am Ostersamstag stehen dann die Kinder im Mittelpunkt: am 15. April findet eine Osteraktion mit Osternester basteln und weiteren Aktionen für Kinder statt. Dabei werden auch Ostereier in der Baustelle versteckt und – hoffentlich – auch gefunden.

 

Bis in den Oktober veranstaltet IN-City mit Unterstützung der Innenstadtfreunde bis zu 15 verschiedene Veranstaltungen. So heißt es noch im Frühjahr „Die Baustelle tanzt“ oder „Kabarett und Cocktail“ (hier wird die Baustelle als Bühne für lokale Kabarettisten genutzt), es folgen im Sommer Aktionen wie Shwocooking, die blühende Baustelle (Judith Gebhart de Ginsberg: „Ich stell mir ein Meer aus Sonnenblumen vor“), Picknick in der Baustelle am mega-langen Biertisch oder im Herbst ein Apfel- oder Kürbisfest.

 

Baustellen-Bonuskarte

Ein weiteres „Zuckerl“ für die Besucher der Fußgängerzone wird die Baustellen-Bonusstempelkarte sein. Pro Einkaufswert von 20 Euro erhalten Kunden einen Stempel und mit jeder gefüllten Stempelkarte erhält man einen Preis – und das kann im glücklichsten Fall sogar eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff AIDA sein. Beteiligt an der Aktion sind die Geschäfte vom Paradeplatz bis zur Mauthstraße, sowie aus den Nebenstraßen Hallstraße, Reitschulgasse, Ziegelbräustraße und Georg-Oberhäuser-Straße.

 

Infocontainer und „Roter Teppich“

Die Bauarbeiten in diesem Jahr sind die Vorbereitung auf das „große Buddeln“ 2018. In der Woche vom 20. März wird mit der Einrichtung der Baustelle begonnen, hierzu wird auf dem Paradeplatz (südlicher Bereich) ein Baulager eingerichtet. Außerdem werden die Spartenarbeiten in der Reitschulgasse, Pfarrgasse und Schmalzingergasse fortgesetzt. In der Woche vom 27. März soll es dann in der östlichen Ludwigstraße konkret losgehen. In dem Abschnitt, in dem aktuell am intensivsten gearbeitet wird, befindet sich dann auch ein Infocontainer, in dem man such u.a. über Bauarbeiten und Planungen informieren kann. Dort wird zu bestimmten Zeiten auch ein Ansprechpartner der Stadt anzutreffen sein. Vor den „akut betroffenen“ Geschäften soll außerdem ein roter Teppich darauf hinweisen, dass man trotz Baustelle herzlich Willkommen ist. „Die Innenstadt ist in Bewegung“, freute sich Kaufhof-Geschäftsführer Ralf Kammermeier bei der Präsentation des Baustellen-Rahmenprogramms.

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