Grenze für die Graugänse

(lb) Ein neuer Zaun soll helfen, den Baggersee von Gänsekot zu befreien

 

Trotz des eindeutigen Verbots werden die Graugänse am Baggersee immer noch gerne gefüttert. Das ist mitunter der Grund für den großen Zuwachs der Tiere dort, die mit ihrem Kot Liegewiesen, Stege und auch das Wasser verschmutzen. Im letzten Jahr wurden zwei Mal täglich Reinigungstrupps losgeschickt, um die Badeplätze vom Tierkot zu befreien, trotzdem konnten die Liegewiesen nicht komplett gereinigt werden.

 

Ein neuer temporärer Maschendrahtzaun in Ufernähe soll nun Abhilfe schaffen. Die Idee wird bereits andernorts, wie zum Beispiel im fränkischen Seegebiet erfolgreich genutzt. Der Zaun am Baggersee wird 60 Zentimeter hoch und 1,2 Kilometer lang sein. Das entspricht der Strecke vom Badebereich mit dem Badewurm-Wasserspielplatz bis zum Beachvolleyballplatz. Das sei die tierfreundlichste Variante und zudem noch für kleinere Tierarten durchlässig. „Natürlich können die Gänse fliegen, aber der Zaun hindert diejenigen mit Nachwuchs, aus dem Wasser an Land zu kommen und dort zu äsen“, sagt Sozialreferent Wolfgang Scheuer. Dass sie nicht ungehindert an Land kommen, veranlasst die Tiere, neue Stellen aufzusuchen. Da sich die Graugänse hauptsächlich von März bis Juli am Baggersee aufhalten, wurde bereits am Montag, den 13.03. mit der Errichtung des Zauns angefangen. Dieser wird dafür lediglich in den Boden gesteckt und soll nun bis zum Beginn der Badesaison halten.

Zusätzlich werden Besucher des Baggersees dazu aufgerufen, auf das Füttern der Gänse zu verzichten. „Das ist kein Akt der Tierliebe, sondern verändert nur ihr natürliches Fressverhalten und schadet dem Erholungsbedürfnis der Bürger“, so Scheuer.

 

(Foto: Stadt Ingolstadt / Sportamt)

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