Überregional vorbildlich

(bp/sr) Das Ingolstädter Bürgerhaus hat beim Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums mit Spitzenwerten abgeschnitten

Das Bürgerhaus ist das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Stadt Ingolstadt. Es besteht aus dem Bürgerhaus „Alte Post“ in der Kreuzstraße 12 und dem Bürgerhaus „Neuburger Kasten“ in der Fechtgasse 6. Beide Häuser haben die Aufgabe, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern sowie die Begegnung von Jung und Alt zu ermöglichen. „Das Ingolstädter Bürgerhaus mit seinen vielfältigen intergenerativen Angeboten gehört zu den größten Mehrgenerationenhäuser bundesweit. In ganz Deutschland gibt es rund 450 Mehrgenerationenhäuser“, erklärt Peter Ferstl, Leiter des Bürgerhauses.

Seit fast zehn Jahren ist das Bürgerhaus der Stadt Ingolstadt Standort des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser (MGH) des Bundesfamilienministeriums. Im Laufe der Zeit wurden die Programmschwerpunkte angepasst. Aktuell umfassen diese Beratung & Soziales, Eltern & Kind, Gesellschaft, Gesundheit & Fitness, Kreativ & Freizeit, Kultur, Selbsthilfe sowie Senioren. Auch für 2015 kann das Bürgerhaus Erfolge vermelden. 238 Initiativgruppen, Vereine und Einzelpersonen haben insgesamt mehr als 8.900 Veranstaltungen durchgeführt.

Regelmäßig werden im Rahmen des Aktionsprogramms MGH überregionale Vergleiche durchgeführt. Das Bürgerhaus hat dabei die Ziele der Maßnahme nicht nur erreicht, sondern schneidet auch überregional vorbildlich ab. Die Gesamtzahl der Angebote war in Ingolstadt achtmal (bundesweiter Vergleich) bzw. zehnmal (Bayern) höher als im jeweiligen Durchschnitt. Im Bereich „Bildung“ und im Bereich „Freiwilliges Engagement“ liegt der Vergleichswert um fast das Dreifache höher. Die Zahl der Nutzungen der generationenübergreifenden Angebote ist mit 1.700 fast viermal so hoch wie im Durchschnitt in Bayern bzw. dem gesamten Bundesgebiet. Dies hat jedoch auch damit zu tun, dass das Bürgerhaus doppelt so viele Kooperationspartner vorweisen kann. Die Gesamtzahl aller Angebote liegt mit 257 sogar um das Zehnfache (Bayern) bzw. das Siebenfache (bundesweit) höher.

 

Das Bürgerhaus „Alte Post“ in der Kreuzstraße 12.

 

Das Bürgerhaus „Neuburger Kasten“ in der Fechtgasse 6. Fotos: Sabine Roelen

 

Auch die Zivilgesellschaft wird im Ingolstädter Bürgerhaus weit überdurchschnittlich gestärkt. 246 Freiwillig Aktive führten 90 Prozent aller Veranstaltungen durch. Dieser Wert liegt vergleichsweise fünfmal (Bayern) bzw. sechsmal (Bund) höher. Diese Tätigkeiten umfassen 641 Stunden ehrenamtliches Engagement pro Woche. Somit weist das Bürgerhaus wie in den Vorjahren im überregionalen Vergleich wieder Spitzenwerte auf. Auch im Vergleich zum Vorjahr konnte das Bürgerhaus seine Werte nochmals verbessern.

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser und die damit verbundene Projektförderung des Bundes läuft zunächst bis Ende 2016 und wird anschließend aller Voraussicht nach dauerhaft verlängert. Die erfolgreiche Umsetzung ist in Ingolstadt bereits jetzt überzeugend gelungen.

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