Aufeinandertreffen weiblicher Wirtschaftskraft

(ma) Mit dieser Information hatte sie manch einen der Anwesenden überrascht: Monika Uhlmann (auf dem Bild rechts, links daneben Edith Laga), langjährige Vorsitzende der Unternehmer- und Meisterfrauen im Handwerk der Region 10, begrüßte die Gäste zum letzten Mal in dieser Funktion zum Neujahrsempfang im Diagonal. Wenn im März ein neuer Vorstand gewählt wird, dann steht sie nicht mehr zur Wahl als Vorsitzende, bleibt „ihren“ Meisterfrauen aber weiter als ganz normales Mitglied erhalten. „Ich bedanke mich bei meinem Meisterfrauen,“ erklärte sie denn auch in ihrer Rede.

 

 

Ihre „Abschiedsankündigung“ kam sichtlich überraschend für Dieter Krause, den Leiter des Handwerkskammer Bildungszentrums Ingolstadt. Er hätte ansonsten ein Geschenk für Monika Uhlmann mitgebracht. „Das werden wir nachholen,“ meinte er und fügte mit Blick auf die scheidende Vorsitzende hinzu: „Sie haben so viele Akzente gesetzt.“ Dass sich Monika Uhlmann zuvor dafür bedankt hatte, dass die Meisterfrauen im Bildungszentrum ihre Seminare abhalten dürfen, kommentierte er mit den Worten: „Ich möchte mich bei euch bedanken, dass ihr zu uns kommt.“ Krause betonte die Wichtigkeit der Ehepartner in einem Betrieb, wo die Frauen nicht selten auch als Motivator wirkten.

 

Der Neujahrsempfang der Meisterfrauen wird traditionell zusammen mit dem Unternehmerinnenforum veranstaltet, die beiden Frauennetzwerke verbindet seit einem Jahrzehnt eine enge Freundschaft. Und so begrüßte auch Edith Laga, Präsidentin des Unternehmerinnenforums, die Gäste (darunter auch etliche Herren). Sie ging in ihrer Rede auf das Thema Frauen in der Wirtschaft ein. „Die Wirtschaft in Ingolstadt ist weiblicher als man denkt,“ meinte sie, „aber es gibt noch viel zu tun.“ Es sollte nichts Besonderes sein, wenn eine Frau ein Unternehmen leitet, sondern selbstverständlich. Und schon bei den Schülerinnen und Studentinnen sollte der Wunsch nach einem eigenen Business vorhanden sein: „Es müssen nicht alle Unternehmerinnen werden, aber mehr!“

 

Natürlich wurden auch geschäftliche Kontakte gepflegt und neue geknüpft. Das ist ja eine der Hauptaufgaben dieser beiden Vereinigungen. Und auch ein Neujahrsempfang eignet sich hervorragend zum netzwerken.

 

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